Neuanfang mit 50 plus

Fünfzig. Die Zahl bezeichnet für uns die Lebensmitte und die Zeit, in der wir als alt wahrgenommen werden. Ein halbes Jahrhundert ist auch eine Größenordnung, vor der man Ehrfurcht haben kann. Es kommt dabei allerdings immer auf den eigenen Standpunkt an. Ist man 20 Jahre alt, dann ist 50 Jahre weit entfernt. Der klassische Mittzwanziger ist in der Blüte seiner Jahre und erlebt die eigenen Eltern mit 50 plus als älter. Die Elterngeneration wirkt immer, verglichen mit uns selbst, alt. Die Sichtweise ändert sich aber, wenn man selbst das 50. Lebensjahr abschließt und in den Kreis der 50jährigen eintritt. Plötzlich fühlt sich das halbe Jahrhundert nicht mehr alt an. Tatsächlich gibt es kaum einen Unterschied, etwa zu 45. Trotzdem wird langsam aber sicher bewußt, dass man den Höhepunkt lange hinter sich gelassen hat. Ein Neuanfang in diesem Alter scheint schwierig. Aber es spricht auf keinen Fall etwas dagegen.

Alterserscheinungen

Langsam steigt unser Gewicht, wenn wir älter werden. Wir bemerken, dass Heilungsprozesse in unserem Körper viel länger dauern, als früher. Das Haar wird grau und bei den Männern schütter. Falten und Altersflecken bilden sich auf unserer Haut und zumindest zum Lesen braucht man eine Brille, weil die Altersweitsichtigkeit immer stärker wird. Um 1900 lag die Lebenswartung noch unter 50 Jahren. Heute leben wir in einer Zeit, in der das Altwerden immer mehr unsere Gesellschaft prägt. Pflegeberufe sind gefragter denn je und die Rentner stellen bei den Wahlen meist die größte Gruppe unter den Wählern. Allerdings zeichnet es uns Menschen auch aus, dass wir flexibel sind und uns ausgezeichnet mit neuen Herausforderungen arrangieren können. Also werden wir uns auch auf eine Gesellschaft einstellen, in der ein großer Teil alt ist.

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Reisen im Alter ist weit verbreitet. Auch das Rentenalter ganz im Ausland zu verbringen ist keine Seltenheit

Neuanfang

Ein Neuanfang ist für einen Menschen immer mit einem Risiko verbunden. Dabei ist es egal, ob man sich auf eine neue Beziehung einlässt, umzieht, einen neuen Job annimmt, oder eine Weiterbildung beginnt. Das, was wir haben, kennen wir gut und wissen, welche Vor- und Nachteile es gibt. Bei all den negativen Dingen, die man etwa am aktuellen Job findet, gibt es auch ein paar positive Dinge. Die Gefahr bei einem Neuanfang ist es, dass man auch diese wenigen positiven Dinge aufs Spiel stellt. Ist man mit seinem Chef unzufrieden, hat die Firma aber eine tolle Kantine und zahlt sehr pünktlich, dann kann es passieren, dass man nach einem Jobwechsel einen ähnlich unsympathischen Chef bekommt. Vielleicht gibt es dann aber keine Kantine mehr und das Geld kommt jeden Monat später. Die Angst, etwas funktionierendes aufzugeben, lässt uns viele Chancen nicht ungenützt verstreichen.

Chancen

Hat man die Möglichkeit etwas Neues zu beginnen und einen Neuanfang zu wagen, dann ist das in erster Linie eine Chance. Natürlich kann man von Geld bis zur Gesundheit und sogar bis zum Leben alles verlieren, was man hat, aber was ist die Alternative? Bleibt man aus Angst, dass es schlechter wird, in einer unbefriedigenden Situation und ändert nichts? Mit dieser Einstellung kann man nicht weiterkommen. Alle Entdeckungen der Menschheit, auch wenn sie zufällig passiert sind, sind darauf zurückzuführen, dass jemand etwas Neues probiert hat. Eine neue Methode, eine noch nie dagewesene Mischung zweier Stoffe, oder ein neuer Kontinent können so entdeckt werden. Macht man jeden Tag dasselbe, bleibt immer auf dem Weg, den man kennt und hütet sich davor, etwas zu verändern, dann hemmt das die Weiterentwicklung und den Fortschritt. Veränderungen sind Chancen und Chancen muss man dann nutzen, wenn sie sich bieten.

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Auch ein Studium kann im Alter interessant sein und etwas bringen

Auf zu neuen Ufern

Vielleicht hat man eine nette kleine Wohnung und vielleicht hat man beim letzten Mal vorgenommen, dass es der letzte Umzug war. Ein Umzug ist von Zeit zu Zeit sinnvoll. Ändert sich etwas an der Infrastruktur in der Gegend, braucht man plötzlich etwas, was es am Wohnort nicht gibt, oder entwickelt sich die Miete nach oben? Die Lösung ist ein Umzug. Scheut man den Aufwand und die körperlichen Anstrengungen kann man auch ein Umzugsunternehmen beauftragen. Man findet auch Spezialisten mit denen man Seniorenumzüge Berlin– und ganz Deutschlandweit durchführen kann. Auch wenn man mit 50 plus noch nicht zu den Senioren zählt, ist es eine große Erleichterung, wenn man ein Unternehmen beauftragt, das den gesamten Umzug organisiert. Neuanfänge gibt es in jedem Alter und in jeder Lebenssituation. In der Generation 50 plus hat man allerdings normalerweise einen Vorteil: Man hat etwas Geld zur Verfügung.

Geld

Ohne Geld gibt es starke Einschränkungen. Möglich ist alles und wo ein Wille ist, da findet sich auch ein Weg, aber mit einer kleinen Summe, die man sich erspart hat, ist ein Neuanfang mit 50 plus viel leichter zu bewältigen. Es fällt viel Druck weg und man kann sich auch eine kleine, oder vielleicht sogar eine große Auszeit leisten, wenn man etwas gespart hat. Außerdem hat man den jüngeren Menschen noch viel mehr voraus. Man ist erfahrener und weniger ungeduldig. Statt spontaner unvernünftiger Entscheidungen macht man im fortgeschrittenen Alter weniger Fehler. Menschenkenntnis und Situationen, die man bereits einmal erlebt haben, machen es leichter, die Sachlage richtig zu beurteilen.

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Touchscreens und smarte Gegenstände begegnen und auf Schritt und Tritt. Jede neue Technologe kennenzulernen und zu nutzen bringt viele Vorteile

Alt, aber flexibel

Heute gehört man mit 50 plus, oder sogar 60 plus noch lange nicht zum alten Eisen. Schon im Job ist man gefordert bis zum Rentenalter flexibel zu bleiben und offen auf neue Dinge zuzugehen. Diese Flexibilität lernen wir ein Leben lang und auch wenn die Motivation kurz vor der Rente nachlässt, heißt das nicht, dass man als älterer Mitarbeiter, weniger flexibel ist. Diese Flexibilität muss auch im Leben beibehalten werden. Wer sich an seinem 50. Geburtstag, dass das Leben vorbei ist, der irrt sich gewaltig. Die Welt dreht sich jeden Tag schneller. Neue Technologien und Entwicklungen erleichtern unseren Alltag und die moderne Medizin findet laufend neue Methoden uns zu heilen und das Leben zu verlängern. Man ist nicht nur so alt, wie man sich fühlt, man kann auch ein sehr langes Leben führen, ohne sich wirklich alt zu fühlen.

Neuanfang mit 50 plus

Die Idee, neu zu beginnen und etwas Fundamentales im Leben zu ändern, ist der Anfang einer Veränderung. Es gibt nur zwei Varianten. Entweder man entscheidet sich, nichts zu verändern. Das führt auf jeden Fall später zu einer Unzufriedenheit. Man bereut die Entscheidung früher, oder später. Zumindest gibt es Situationen in denen man sich fragt, ob es besser, oder schlechter wäre, hätte man den Neuanfang gewagt. Oder man geht den Schritt. Hier gibt es die Möglichkeit, das man es bereut. Allerdings ist das nicht sicher und selbst wenn, dann kann man einen zweiten und noch weitere Neuanfänge wagen, bis es passt. Die Chancen, dass man zufriedener ist, als vorher sind bei dieser Variante auf jeden Fall vorhanden. Ändert man nicht, dann lässt man sich diese Chance entgehen.

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Geht es dem Ende entgegen und spürt man den nahenden Tod, ist keine Zeit mehr für Neuanfang. Ist es noch nicht so weit, spricht nichts dagegen

Ja!

Nur wer das Eisen schmiedet, solange es heiß ist, wird im Leben weiterkommen. Das Alter spielt auf der Suche nach Zufriedenheit und Weiterentwicklung keine Rolle. Erst wenn das eigene Ende naht, macht es Sinn seine Angelegenheiten zu ordnen und sich auf den Tod vorzubereiten. Bis es soweit ist, also mit 50 plus, 80, oder 104 Jahren gibt es keinen Grund eine Veränderung und einen Neuanfang nicht zu versuchen. Man hat wenig zu verlieren, aber viel zu gewinnen!