Das Rasiermesser

Die Geschichte der Rasur ist wohl so lange, wie die Geschichte der Zivilisation. Bereits die alten Ägypter rasierten sich und prägten ein Idealbild, in dem Männer keinen Bart trugen. Aber auch wenn man Bart trägt ist es nicht unnötig, sich zu rasieren. Das Barthaar wächst oft nicht sauber innerhalb seiner Grenzen, sondern einzelne Haare sprießen auch außerhalb der Regionen, in denen man seinen Bart tragen möchte. So brauct man sogar dann ein Rasiermesser, oder ein ähnliches Gerät, wenn man einen Vollbart trägt.

Weniger ist mehr

Um einen Bart gepflegt wirken zu lassen ist es notwendig, die Konturen korrekt zu ziehen. Das Formen des Bartes ist wichtig um das gewünschte Gesamtbild zu erreichen. Zusammen mit dem Kürzen und Glätten der Barthaare ist die Rasur also ein wichtiger Teil der Bartpflege. Der Vollbart wird heute häufiger getragen, als noch vor ein paar Jahrzehnten. Trotzdem tragen viele Männer nach wie vor keinen Bart und rasieren sich täglich. Die Rasur ist für viele von ihnen eine lästige Pflicht. Dahinter kann aber auch viel mehr stecken, als eine mühsame Tätigkeit, die man jeden Morgen vor dem Spiegel im Bad erledigt.

Elektrorasierer

Die Rasierer, die heute meist eingesetzt werden, wirken wie aus einem Science Fiction Film. Schneideelemente, Kühlstreifen, rotierende und oszilierende Klingen, die in einem Scherkopf zusammengesetzt werden, der aussieht, wie das Innere des De Lorean aus Zurück in die Zukunft, oder der Maschinenraum der Enterprise. High Tech in einer weit fortgeschrittenen Form kombiniert mit Ergonomie. Fast von selbst gleitet ein moderner Elektrorasierer überd das Gesicht und gleicht jede Kante und jede Falte mit Federn und Schwingungen aus. Ein Zug, so versprechen die Hersteller, entfernt jedes Haar. Vorsintflutlich wirkt dagegen ein Rasiermesser. Ein recht einfaches Gerät, mit dem man sich mühsam und in grauer Vorzeit abmühen musste um sein Gesicht zu enthaarden. Doch das Rasiermeser kommt zurück und scheint in der modernen Welt seinen Platz gefunden zu haben.

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Das klassische Rasierzeug

Qualität vor Quantität

Schnell und Effizient. So wie die Rasur mit einem ausgereiften Oberklasserasierapparat abläuft, so sollen wir das ganze Leben funktionieren. Man erwartet Leistung, wir haben keine Zeit und stehen ständig unter Druck. Eine Weile lässt man sich von diesem Druck treiben und bemüht sich, den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Auf Dauer braucht man aber auch Phasen, in denen man sich Zeit nimmt. Das Leben im Augenblick ist etwas, das wir heute fast verlernt haben. Mancher Manager, aber auch ihre Mitarbeiter sehen das Leben auf der Überholspur als einzige Chance zu bestehen. Zum Glück gibt es in letzter Zeit da und dort erste Anzeichen für eine Trendwende.

Wellness statt Workaholik

Burnout ist heute das Damoklesschwert, das über uns am seidenen Faden baumelt. Die Burnout-Prävention ist daher ein Thema, das fast jeden, der im Berufsleben steht, beschäftigt. Ein Grundsatz dabei ist das Abschalten. Tatsächlich kann das Rasiermesser dabei helfen. Schnell, einfach und effizient in den Tag zu starten, ist nicht immer das Richtige. Sich Zeit zu nehmen und auch vermeintlich kleine Dinge zu zelebrieren um ihre eigentliche Größe zu erkennen, ist dagegen eine wertvolle Lektion. Die Rasur ist ein solches Ritual. Ein Vorgang, der ganz einfach von der Hand geht. Das neueste Gerät im Badezimmerschrank und schon sind die Bartstoppel verschwunden. Die wahre Rasur nimmt dagegen Zeit in Anspruch und erfordert Übung. Das Rasiermesser ist ein Werkzeug, dessen Gebrauch man im eigenen Interesse lernen sollte.

Rasiermesserscharf

Das Rasiermesser ist ein gefährliches Messer. Setzt man es falsch an, kann es schnell zu Schnittverletzungen kommen. Genau das macht den Umgang mit dem Rasiermesser zu etwas ganz Besonderem. Die Rasur mit dem Rasiermesser ist geprät von Entschleunigung. Genau das, was man heute so dringend braucht. Nicht nur die Rasur selbst ist ein Vorgang, den man in Ruhe und mit Konzentration ausführt. Die Vorbereitung der Haut und Haare ist, wenn man es richtig macht, eine entspannende Prozedur. Die Rasierseife wird mit lauwarmen Wasser aufgeschlagen und anschließend auf das Gesicht aufgetragen. Warme Kompressen, also mit heißem Wasser durchtränke Rasierhandtücher werden auf den Bart aufgelegt und lassen das Barthaar quellen und die Poren öffnen sich. Ein neuerliches Einschäumen gefolgt von der Rasur schließt dann den ersten Teil ab. Anschließend kommt eine kalte Kompresse und ein Aftershave zum Einsatz. Die ganze Rasur dauert, wenn man sich Zeit nimmt, bis zu 30 Minuten.

Entschleunigung mit dem Rasiermesser

Das Rasiermesser trägt dazu bei, dass man den Tag mit einer entspannenden Rasur startet. Statt vom monotonen Brummen des Rasierers auf einen monotonen Tag eingestimmt zu werden, ist die Nassrasur ein Statement. Man(n) nimmt sich Zeit für sich und verwöhnt sich. Aber nicht nur der Wellnessfaktor und der Aufwand sprechen für den Einsatz eines Rasiermessers. Auch die Qualität der Rasur übertrifft moderne Rasierer. Mit einem Zug wird gründlich jedes Haar entfernt und auch längere Haare sind für das Rasiermesser kein Problem. Zusätzlich wir die Haut auch noch geschont. Einerseits bei der Rasur selbst, weil das Messer seltener über die Haut gezogen wird, als die mechanischen Klingen im Elektrorasierer. Andererseits beim Bartwachstum. Die Enden des Barthaares sind glatter geschnitten, als beim Einsatz des Rasierapparts. Auch die Haare selbst werden nicht aus der Haut gezogen, wie es bei vielen modernen Rasieren passiert. Damit reduziert sich das Risiko eines unangehmen eingewachsenen Barthaars dramatisch.

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Der Barbier bietet nicht nur die Nassrasur als Dienstleistung an. Oft berät und schult er auch im Umgang mit dem Rasiermesser

Rasieren lernen

Sich selbst mit dem Rasiermesser zu rasieren ist nicht einfach, mit ein wenig Übung und vor Allem ein wenig Anleitung aber schnell zu erlernen. Viele Barbiere bieten hier Kurse an. Aber auch wenn sie keine offiziellen Rasierkurse bewerben lohnt es sich, nachzufragen. Auch die Läden, in denen Rasiermesser angeboten werden, können Kurse vermitteln, oder selbst beim Einsatz behilflich sein. Die Rasur mit dem Rasiermesser ist es auf jeden Fall wert, sich ausgiebig damit auseinanderzusetzen. Ein wenig Mühe und schon kann man selbst auch ein Highlight in der täglichen Morgenroutine einbauen.


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